automatisiertes Richten - grundsätzliche Erwägungen

Der Richtprozess basiert auf der Berechnung der notwendigen Richtwege in Abhängigkeit von Bauteilverformung und Bauteileigenschaften. Hierzu wird für jeden Richtpunkt ein idealer Richthub zur Erreichung des Nennmaßes berechnet. In die Berechnung gehen u.a. die Messwerte, die hinterlegte Richtstrategie sowie die durch die Anlage selbständig angelernten Richtparameter ein.

Je Richtpunkt wird eine Reihe von Parameterwerten gespeichert, welche sich u.a. aus folgenden Daten zusammensetzen:
- Verhältnis plastische/elastische Verformung
- notwendiger Richtweg
- Anzahl Richthübe
- Bewegungsrichtung der Antriebe

Die Parameterwerte werden durch die Steuerung dynamisch an veränderte Bauteileigenschaften angepasst, sobald die Steuerung Abweichungen vom idealen (d.h. taktzeitoptimierten) Richtverhalten feststellt. Auf diese Weise wird ein selbstlernender, automatisch optimierender, taktzeitminimierter Prozess erreicht.

Im Fall unregelmäßig wechselnder Bauteileigenschaften (z.B. Mischbetrieb verschiedener Gussformen) können optional auch mehrere umschaltbare Parametersätze eingesetzt werden.

Grundsätzlich wird die Richtstrategie für jeden Bauteiltyp individuell festgelegt und im Zuge der Anlageninbetriebnahme optimiert.

Für weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

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